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Brenzone am Gardasee

 BRENZONE SUL GARDA AM GARDASEE

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Die gemeinde Brenzone ist sehr weitläufig und besteht aus etwa zwanzig Wohnbereichen. Sie bedeckt das Territorium vom Ufer der Gardasees (gut 12 km Küste) bis zum Gipfel des Monte Baldo. Die Gegend war bereits zu prähistorischer Zeit besiedelt, wie es in der Fraktion Castelletto gefundene Fels Graffiti aus der Bronzezeit bezeugen.
Mit dem Übergang von einer nomadenähnlichen Wirtschaft zu einer sesshafteren, organisierten sich die ersten Menschen in Siedlungen: die Leute am See lebten vor allen Dingen von der Fischerei, jene hörer in den Bergen von Landwirtschaft und Viehzucht. Fischer und Bauern hatten sehr unterschiedliche Rhythmen und Überzeugungen. Die Fischer arbeiteten vorwiegend nachts und waren an die Dunkelheit gewöhnt, vor der sie sicherlich keine Angst hatten; sie waren angesichts schlechten Wetters zu häufigen Pausen gezwungen und wenn sie erst ihre Netze repariert und die wenigen anderen vorbereitenden Aktivitäten erledigt hatten, blieb ihnen noch viel Zeit, die sie oft in den Weinstuben verbrachten. Die Bauern dagegen gingen sehr früh schlafen, um bei Sonnenaufgang auf den Ländereien zu sein, sie hatten panische Angst vor der Dunkelheit, die für sie eine unbekannte Welt darstellte; ihre Aktivitäten wurden durch die Jahrzeiten bestimmt und unverändert über Jahrunderte, waren die einzigen gesellschaftlichen Momente die der sonntäglichen Messe und der verschiedenen an die Ernte gebundenen Feiern.
Die Bauern heirateten im Allegemeinen unter Landsleuten, während die Fischer Kontakt zu den Gemeinden der Fischer aus umliegenden Ortschaften hatten oder auch zu der gegenüber liegenden Seite: der See, anstatt sie zu trennen, vereinte sie, weil es oft vorkam, dass sie denselben Fischschwarm verfolgten oder sich auf dieselben fischreichen Gebiete konzentrierten. Fischer und Bauern integrierten sich aber nur selten, auch wenn sie im selben Ort lebten.

Während sich die Wohngebiete weiter im Süden vereinten und in gewisser Weise kompakter wurden, blieben die unterschiedlichen Wohngebiete hier wegen der Kommunikationsschwierigkeiten getrennt und entsprechend langsam war auch die Affirmation der Gemeinde von Brenzone, so dass der Name selbst erst spat in den offiziellen Quellen erscheint: in einem Privileg des Bischofs Rataldo im Jahre 813 und dann in einer Urkunde von Barbarossa aus dem Jahre 1152. Als König Berengar den Bewohnern am See das Vorrecht erteilte, Verteidigungsanlagen zu bauen, hatte man in Brenzone kein durch nur ein einziges Kastell befestigtes und geschüztes Stadtzentrum, sondern mehrere Kastelle, welche die verschiedenen Ortsteile schützten, wie es die Namen aussagen (Castello, Castelletto, usw.)

A uf dem Weg zum See hinunter begegnen wir zunächst dem Dorf Assenza, ursprünglich Menarolo, es verdankt seinen jetzigen Namen der in der Kirche von San Nicolò zu findenden Darstellung von Maria Himmelfahrt. Die Kirche, deren ursprüngliche Struktur auf Ende 1100 zurückgeht, war zunächst sehr klein und wurde spatter mehrmals verlängert, dabei wechselte der Stil vom romanischen in den gotischen und der Glockentrurm wurde mit eingebaut. Im Innenraum sind noch schöne Fresken zu sehen, die ältesten sind aus dem 13. Jh. und einige leider sehr durch die später durchgeführten fortwährenden Verlängerungsarbeiten an der Kirche und durch den Bau der segelförmigen Decke beschädugt. Das Gemälde mit der Darstellung von Maria Himmelfahrt (in Dialekt "la Sensa") war ein Geschenk einer hesigen Familie.

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