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Die Halbinsel von Sirmione besteht aus einer schmalen mehr als 3 km langen Landzunge, einem aus dem Wasser agende Teil der Felsenschwelle, die den See in zwei Unterwasserbecken teilt. Ein zur Verteidigung ausgehobener Graben trennt die Landenge am Eingang der Stadt, so dass Sirmione auch als Insel bezeichnet werden kann. Das grundlegend dreieckige Areal ist aus drei Erhöhungen geformt, die jeweils Cortine, Mavino (oder San Pietro) und Grotte di Catullo genannt werden. Man kennt die Herkunft des bestimmt sehr alten Namens Sirmione nicht mit Sicherheit; es wird angenommen, das ser sich auf die in die Länge gezogene Form der Halbinsel bezieht (das giechische Wort "Syrma", das auch in der lateinischen Sprache benutzt wurde, bezzeichnete einen langen Schwanz). Sicher war der Ort seit ältesten Zeiten bewohnt. Zur römischen Zeit war er als "Sermio mansio" bekannt, es gab also einen Rastplatz an der Strasse am Anfang der Halbinsel, drum herum entwickelte sich ein Wohnbereich. Der Ausläufer zum Meer hin wurde teilweise als heilig angesehen, wovon Tempelreste zeugen, und an der Spitze wurde ein Gebäude errichtet, welches das Quellwasser nutzte (eine Villa mit privaten Thermen oder ein richtiger Thermenkomplex). Sirmione ist auch unauflösbar mit dem Dichter Catull verbunden, der es in seinen Versen pries. Grade weil es an der Straße liegt und leicht zu verteidigen ist, fanden hier historische Schlachten statt: 249 v. Chr. Kämpfte Trajan mit seinem Rivalen Philip und zerstreute dessen Armeen, 268 schlug Claudius II ein Heer der Goten, wodurch er sich den Beinamen "Gotico" verdiente, 312 schlug diokletian hier Maxentius, 797 stoppte der Frankengraf Siegfried die Ungarn.
Zur langobarischen Zeit wurde Sirmione ein sehr wichtiges Zentrum, das ein weites Gebiet kontrollierte, und es war die Lieblingsresidenz der Königin Ansa (Ehefrau von König Desiderio und Mutter von Adelchi), die dem Kloster von San Salvatore in Brescia, das sie selbst gegründet hatte, weite Gebiete als Lehen überließ.
In Sirmione wurde ein zweites Kloster errichtet, das von diesem abhängig war und die Nonnen (im Allgemeinen Töchter, Schwestern oder andere Angehörige der Königlichen langobardischen Familien) verbrachten dort gerneihre Ferien. Karl der Große gab diese Güter dem kloster von San Martino in Tours als Lehen (Sirmione musste sozusagen die nötigen Stoffe für die Kleidung der Mönche in Tours liefern), bald jedoch ging der Besitz des Klosters von Sirmione wieder an San Salvatore in Brescia (es hieß nun Santa Giulia).
Sirmione am Gardasee: Aktivurlaub
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