Urlaub in Tignale: Informationen über Hotels, Ferienhaus, Ferienwohnungen, Appartements und Bauernhof in Tignale am Gardasee
Das Gebiet von Tignale teilen sich 6 Fraktionen, von denen nur Porto am See liegt, während sie anderen sich auf der felsigen hochebene in über 600 m Höhe befinden. Die GEgend war schon vor der römischen Epoche von den Galliern aus Cean besiedelt.
Es gibt Informationen über einen Pagus mit Namen "Viniale" in der römischen Zeit. Im 4. Jh. fasste das Christentum Fuß; die Tradition besagt, das es ein Werk des Bischofs Vigilio aus Trient war. Das Territorium lag an der Grenze zwischen der Zuständigkeit von Trient und Brescia und wechselte von einer zur anderen Verwaltung über, wobei die Bevölkerung sich stets einen Anteil eigener Autonomie bewahrte, die noch nach 1426 von der Republik Venedig anerkannt wurde. Der Gardola-Fluss diente auch dann als Grenze, als am Ende der Republik von Venedigsich auf der einen Seite die zisalpinische Republik bildete und auf der anderen Österreich vorrückte. Tignale kam 1859 zum Italienischen Reich und hing somit letztendlich von der Provinz Brescia ab.
Die Bewohner der Gegend bestritten ihre wirtschaftliche Versorgung über Jahrhunderte von einer armen Landwirtschaft, Viehzucht und Holznutzung, duch die wunderschönen Panoramalandschaften wurde das Gebiet jetzt zu einem Touristenzentrum.
Am ganzen Gardasee berühmt und Ziel von Pilgerreisen ist die Walfahrtskirche der Madonna von Monte Castello, oben auf einem steilen Fels über dem See, in 770 m Höhe. Anscheinend hatte hier schon vor der römischen Zeit ein einer örtlichen Gottheit gewihter Tempel gestanden.
Das mehrfach erneuerte und veränderte Gebäude besteht aus einer unteren und einer oberen Kirche mit Zugang über zwei sitliche Treppen. Im Innern der unteren Kirche befinden sich Fresken der Renaissance aus dem späten 15. Jh. und auf der linken Wand zwei Gemälde von Andrea Celeste, während auf der rechten Seite ein ehemaliges Votiv-Bild von Andrea Bertanza zu sehen ist, welches er angesichts der Gefangennahme des Banditen Giovanni Beatrici, genannt Zanzanù, im Jahre 1617 malte.
Es ist fast ein Comicstreifen mit verschiedenen Phasen der Gefangennahme des Banditen seitens der hiesigen Bevölkerung. In der oberen Kirche ist der Hauptaltar aus vergoldetem Holz mit dem Bildnis der Madonna besonders schön.
Es ist von vier auf Kupfer gemalten Medaillons mit Episoden aus ihrem Leben umgeben, ein Werk von Palma dem Jungen. Ganz oben auf diesem Felsvorsprung war auch eine Festung, die den Zugang auf der Seite zum Trentino kontrollierte, damit eventuelle Invasionen aufgehalten warden konnten.
Nach den von den Skaligern vorgenommenen Restaurierungsarbeiten wurden die Materialien der Festung für die Erweiterung der Kirche und den Bau der anliegenden Gebäude wiederverwendet.
Tignale am Gardasee: Aktivurlaub
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