Nago und Torbole sind seit langer Zeit unter einer Gemeindever waltung, auch wenn im Laufe ihrer Geschichte Kontraste, vor allen Dingen im religiösen Bereich, nicht gefehlt haben, weil Torbole sich einen eigenen Priester wünschte.
Die Wirtschaft von Nago und Torbole ist, lagebedingt, auch sehr unterschiedlich: Nago ist ein typischer Ort in den Bergen, wo schon immer die Feldarbeit, die Viehzucht und die Nutzung des Holzes aus dem nahe gelegenen Monte Baldo Vorrang hatten, während Torbole, am See liegend, immer hauptsächlich von der Fischerei und dem seebezogenen Handel gelebt hatte. Diese Gegend ist außergewöhnlich reich an Fisch, so dass die Mündung des Flusses Sarca schon im Mittelalter mit einer Fischfanganlage versehen wurde.
Die Fischereirechte waren in den Händen des Königs, der sie vergab, die hiesige Bevölkerung fischte häufig ohne Genehmigung.
Der Name Torbole kommt von "turba" (Menge), gemeint ist ein Fischschwarm, der sich aufgeregt bewegt.
Nago und Torbole wären sicher sehr arm gewesen, wenn sie sich nicht an einem Knotenpunkt zwischen dem Etschtal und dem Gardasee befunden hätten. Seit der Eiszeit verband dieser Sattel den Gletscher der Etsch mit dem des Gardasees, davon zeugen die rieseigen von den Gletschern hinterlassenen Geröllmassen und die sogenannten "Marmitte dei Giganti" (Kessel der Riesen).
Nago/Torbole am Gardasee: Aktivurlaub
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